Freskenmaler Josef Adam Mölk 

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aktualisiert am 8. April 2014

Peregrini-Kapelle

Die Fresken der Peregrini-Kapelle

Die Peregrini-Kapelle in der Rossau erhielt 1767 bedeutende Kuppelfresken des Tiroler Malers Josef Adam Mölk. Das vordere Rundgemälde stellt die Verherrlichung des Heiligen dar – im Vordergrund rechts ist die wunderbare Heilung der Anna Maria von Roggenfels zu sehen. Das rückwärtige Deckengemälde zeigt die Bekehrung und Berufung des heiligen Peregrin durch die Muttergottes. Die Szenen sind von illusionistischer Scheinarchitektur umrahmt.

Der Schöpfer der Fresken

Josef Adam Mölk (1718-1794) war der Sohn des aus Vorarlberg stammenden Kirchenmalers Matthias Mölk. Er studierte 1728-1733 an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Dort galt er als „Wunderkind“. Als einer der letzten österreichischen Maler des Spätbarock war Mölk von den großen Künstlern des süddeutschen Rokoko wie Cosmas Damian Asam oder Matthäus Günther beeinflusst aber auch von der perspektivischen Illusionsmalerei des Jesuitenarchitekten Andrea Pozzo sowie, nach einer Venedigreise im Jahr 1759, von Werken Giovanni Domenico Tiepolos. Von den über 40 Kirchen, Klöstern und Schlössern, die Mölk mit Fresken ausstattete, sind in Tirol die Pfarrkirchen von Ebbs, Hall, Sterzing, Pfons, Sillian, Lienz und Schlanders zu nennen. Für den Servitenorden war der Maler seit 1764 tätig: In Innsbruck schuf er Altarbilder für die Servitenkirche, für das Servitenkloster in Frohnleiten in der Steiermark Decken- und Wandfresken, Hochaltar- sowie Seitenaltarbilder.

Nach seinen Arbeiten an der Peregrini-Kapelle in Wien wirkte Mölk als Schöpfer zahlreicher Deckenfresken und Altargemälde in der Steiermark im Stift Rein, in Graz, Maria Trost, Aflenz, Pernegg, Hartberg, Köflach, Pöllau und am Weizberg, in Niederösterreich in Maria Langegg, Heiligeneich, Großsiegharts und Tulbing. Die Verleihung der Titel eines Bayrisch Churfürstlichen Hofmalers und eines Hofkammermalers in Tirol sowie die Erhebung in den Adelsstand als Ritter von Mölk durch Kaiserin Maria Theresia (1774) zeigen die Wertschätzung, die diesem Künstler am Höhepunkt seines Schaffens entgegengebracht wurde. Schließlich starb er jedoch in Armut.