Fastensonntage 2021

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aktualisiert am 25. Februar 2021
Zu den Sonntagen der Fastenzeit 2021

 

Die täglichen liturgischen Texte sind im Stundenbuch Online verfügbar.

 

2. Sonntag der Fastenzeit, 28. Februar 2021

2. Fastensonntag

Mk 9,2-10:

"In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt;
seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!“
Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen."

 


Das strahlende Licht - Jesus verklärt mein Herz …

Meine 40-tägige Reise kann mir helfen, Schritt für Schritt dem Licht näher zu kommen, das Jesus mir schenken möchte …
Heute bekomme ich einen Vorgeschmack von diesem Strahlen, nach dem ich mich sehne.

Jesus lädt mich ein, ihn auf den Berg Tabor zu begleiten.
Seine Nähe verändert mich nicht, sie verklärt mich …
„Verklären“: jemanden oder etwas ins Überirdische erhöhen und seiner Erscheinung ein inneres Leuchten, Strahlen verleihen.
Anschauen und zuhören, betrachten und folgsam sein („auf IHN sollt Ihr hören“): Das sind also die Wege, die mich zum heiligen Berg führen …

Diese Woche möchte ich die verklärende Nähe Jesu suchen … Jeden Tag nehme ich mir vor, einen Moment
lang (10-15 Minuten) in Stille zu verweilen - vielleicht immer zur gleichen Zeit, damit es mir leichter fällt. In dieser Stille lese ich den Text und versuche, das Licht in mein Herz zu lassen.

Herr, hilf mir, die Welt mit den Augen dessen zu betrachten, den ich liebe … Hilf mir, die Welt mit deinen Augen zu sehen …
Herr, du kennst meine Schwachheit, aber du verklärst mein Herz, sodass das Dunkel in mir zu einem Licht werden kann ….

„… und ihr tut gut daran, es zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen.“ (2 Petr.19)

 


1. Sonntag der Fastenzeit, 21. Februar 2021

1. Fastensonntag

Genesis 9,8-15:

"Gott sprach zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren:
Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind.
Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.
Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen:
Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet."



40 Tage und 40 Nächte

 

regnete es, eine Quarantänezeit während der großen Flut … Gott wollte die Menschheit vor der Zerstörung bewahren, um dann mit ihr einen neuen Bund zu schließen: Es ist eine unbedingte Bejahung des Lebens, der Geschöpfe und ihres Wertes.

Wie Noah - sein Name bedeutet auf Hebräisch Ruhe, der Ruhebringer - beginne ich am Anfang dieser Fastenzeit ein 40-tägiges Abenteuer. Gott möchte mich einladen, in diese Quarantäne zu gehen, um mit mir ganz persönlich einen neuen Bund zu schließen.

Für uns hat das Wort "Quarantäne" in diesem letzten Jahr einen bitteren Beigeschmack bekommen: Zwangsruhe, Zwangsisolation. Aber viele sehen diese Zeit, so schwer sie auch tatsächlich ist, als eine Chance zum Neustart, zur Besinnung, zum Ausrichten auf das Wesentliche.

Ich begebe mich auf die Arche, 40 Tage lang - aber nicht, um mich von der Welt abzuschotten.
Es ist ein Weg, der mir helfen kann, mich wieder neu zu öffnen für die Anderen, mit denen ich lebe, für Gott, für das Leben. In dieser besonderen Zeit, auch in der Flut der Pandemie, die an die Sintflut erinnert, kann meine 40-tägige Reise mir helfen, Schritt für Schritt dem Licht näher zu kommen, das Jesus mir schenken möchte.

Wenn ich diese Reise in dieser ersten Woche beginne, nehme ich mir jeden Tag 10-15 Minuten Zeit, lese diesen Text und überlege…
Was brauche ich nicht? Was kann ich zurücklassen? Was möchte ich mitnehmen? Wen oder was kann ich neu entdecken? Wer soll mich begleiten? Wo kann ich neu beginnen?

Einfach werden – mich auf das Eigentliche einlassen – auf das Wesentliche ausrichten – zu mir kommen, indem ich einfach werde – wahr und aufrichtig – lauter und ehrfürchtig – demütig und vertrauend – spielend und mich hingebend – WERDEN, indem ich einfach BIN …

Und ich weiß, ich bin nicht alleine auf dem Weg, Du bist da …